Donnerstag, 6. September 2018

Abschied aus Palomino

Tja zwei Nächte gehen halt wirklich schnell vorbei. Wir verbrachten noch einen ganzen und einen halben Tag in Palomino mit Essen, entspannen, planschen, lesen und allem was man halt so macht, wenn man eigentlich nichts tut.

Nachmittags hat es manchmal ein bisschen geregnet  aber das war eigentlich ganz angenehm, eine schöne Abkühlung zur Hitze und so wurde es im Zimmer auch nicht so warm.

Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben nicht viel spannendes gemacht, deswegen gibt's hier ein paar schöne Bilder vom Strand :)


















Montag, 3. September 2018

Karibisches Flair in Palomino

Nach dem wir uns nun einen Tag noch in Santa Marta von den Strapazen des Trekkings in die Ciudad Perdida erholt haben, sind wir gestern mit dem Bus nach Palomino gefahren.

Dieser kleine Ort liegt ca. 2 Stunden von Santa Marta entfernt in Richtung Venezuela. Aber keine Sorge, nach Venezuela ist es schon noch ein ganzes Stück!

Hier steht jetzt für die nächsten zwei Tage auch wieder Entspannung an, denn was soll man auch sonst in der Karibik machen..

Also auf an den Strand! So viel zu berichten gibt es deshalb auch nicht, gutes Essen, gutes Trinken (vorallem frisch gepresste Obstsäfte) und Meeresrauschen, was will man mehr?

Heute früh wollten wir den Sonnenaufgang anschauen, aber leider war es sehr bewölkt, deshalb hatten wir keine Chance.. Vielleicht morgen :)










Samstag, 1. September 2018

Ciudad Perdida - Tag 4




Aus unserer Gruppe hatte es leider fünf Leute erwischt. Aber trotzdem mussten wir weiter und dieser Tag war heftig. Es war wieder heiß, es war wieder schwül, einige Leute fühlten sich nicht gut und wir mussten viele lange Aufstiege meistern. Auch gab es wieder eine leckere Erfrischung (Guavensaft und ein kleiner Schokokuchen) und sogar wieder die Möglichkeit zu baden. Diese hat nur fast keiner genutzt, weil alle zu fertig waren.


Wir schafften es bis El Mamey zurück,  dort gab es Mittagessen und wir fuhren zurück nach Santa Marta. Von dem letzten Tag gibt es auch fast keine Bilder, da der Tag einfach zu anstrengend war..

Aber wir waren glücklich es geschafft zu haben, wir sind an Grenzen gegangen und es hat sich wirklich gelohnt!
Jetzt ruhen wir uns noch einen weiteren Tag in Santa Marta aus, bevor es tiefer in die Karibik geht. Next stop: Palomino


Ciudad Perdida - Tag 3

Tag 3:

4:00 Uhr: Aufstehen

4:30 Uhr: Frühstück

Bei Dämmerung: Anmarsch
Heute war der große Tag gekommen, es ging in die Ciudad Perdida. Dies setzte einen kleinen Fußmarsch voraus, eine Flussdurchquerung und einen Aufstieg über 1.600 Mini-Stufen, die so schmal waren, dass man gefühlt nur mit der Fußspitze drauf treten konnte. Oben angekommen bot sich uns ein atemberaubender Blick. Überall runde Terrassen und rundherum nur Bäume, am Horizont der Sonnenaufgang  blauer Himmel. Es war wirklich toll! Als die Stätte erbaut wurde, standen auf den Terrassen Häuser, es wurden Rituale abgehalten, bis irgendwann die Spanier ankamen und mit der indigenen Bevölkerung Handel getrieben haben. Irgendwann hat die Bevölkerung realisiert, dass das ganze ein ziemlich unfaires Geschäft gewesen ist. Sie weigerten sich weiter mit ihnen Geschäfte zu machen und wurden daraufhin angegriffen. Sie mussten die Stadt aufgeben und zogen sich weiter in den Dschungel zurück. Jahre später haben Schatzgräber die Stadt entdeckt, sie vermuteten Gold und fanden auch welches in den Terrassen, denn die Toten der Tayrona-Kultur wurden mit Grabbeigaben unter den Häusern vergraben. Viele Schätze und Nachweise sind deshalb verschwunden.

Heute leben noch Nachfahren dieser Kultur in dem Gebiet. Es gibt vier Stämme mit insgesamt ca. 23.000 Mitgliedern.
Auch hier konnten wir einen Snack genießen und dann hieß es auch schon wieder zurück zum Camp und Mittagessen. Es war 10:20 Uhr als wir mit dem Essen fertig waren und kurz danach ging es auch schon weiter. Die Strecke zum nächsten Camp war ganz ok zu laufen, zwar anstrengend, aber noch gut zu schaffen. Und das beste war: wir waren im Camp bevor es anfing zu regnen und wir hatten sogar noch Zeit im Fluss schwimmen zu gehen.
Bis zum Abendessen war auch noch alles gut und dann ging es plötzlich los .. Einige Leute fühlten sich unwohl und hatten Magenkrämpfe, es schien, als hätten manche das Essen nicht vertragen. Aber es waren nur sehr wenige aus dem Camp bis dahin.

Währenddessen hatten wir noch die Möglichkeit mit einem Mitglied der Kogi-Kultur zu sprechen, einem Nachfahren der Tayrona. Das war sehr interessant und wir konnten viel erfahren.


Wir haben noch eine Weile Karten gespielt und dann ging es ins Bett. Über die Nacht hat es leider noch mehr erwischt, denen es übel ging, unter anderem Marvin. Es hatte sich im Camp wohl ein Magen-Darm-Virus verbreitet. Unsere Guides versuchten so gut es geht zu helfen, aber am nächsten Tag stand allen noch ein 14 Kilometer Fußmarsch bevor.





















Ciudad Perdida - Tag 2

Tag 2:

5:00 Uhr: Aufstehen

5:30 Uhr: Frühstück

6:00 Uhr: Abmarsch

Abmarsch hieß auch leider wieder ab in die nasse Hose, in das nasse t-shirt und natürlich in die nassen Socken, denn über die Nacht ist wegen der hohen Luftfeuchtigkeit nichts, aber auch rein gar nichts getrocknet. Naja hilft alles nichts und nach einer Zeit gewöhnt man sich dran. Schön war es, den kühlen Morgen zu genießen, es war noch nicht zu heiß und es wehte eine kühle Brise. Leider hat sich das relativ schnell geändert. Es wurde heiß und richtig schwül. Zum Glück war der Weg relativ angenehm zu laufen, es ging mal hoch, mal runter und mal einfach nur geradeaus. Bald erreichten wir auch das Camp, in dem wir zu Mittagessen sollten, aber vorher nutzen wir die Gelegenheit zu einer Abkühlung im nahe gelegenen Fluss. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter und hätte ich geahnt was mich erwartet wäre ich wahrscheinlich umgedreht. Alles fing harmlos an, bis der nächste Aufstieg los ging. Über Stock und Stein ging es kurvenreich immer weiter nach oben, der Schweiß lief (so viel geschwitzt wie auf diesem Trek hab ich noch nie vorher!) und es hieß immer nur, einfach weiter laufen und bloß nicht aufhören!

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir es geschafft und es gab eine leckere Obsterfrischung. Aber wir wollten dieses Mal dem Regen aus dem Weg gehen, deswegen hieß es auch schnell weiter zum nächsten Camp. Zu Beginn liefen wir noch mit vier Australiern, aber bald waren wir schneller als sie, wir legten den Turbo ein. Und dann fing es an leicht zu regnen. Wir bogen um die nächste Kurve und sahen ein Camp. Wir freuten uns, wir waren happy, wir hatten es gerade so geschafft, super mit der Zeit abgestimmt. Das Camp kam näher, wir sahen Menschen, aber keinen aus unserer Gruppe, kein Marvin, kein Fernando, nur fremde Gesichter. Das war nicht unser Camp, wir mussten weiter. Naja, der Regen war ja noch nicht so stark, also los geht's. Nach fünf Minuten kamen wir an einen Fluss, dort war endlich ein Teil unserer Gruppe zu sehen und alle saßen am Ufer und zogen sich die Schuhe aus. Es hing nur ein Seil von einem Ufer zum anderen.

Flußüberquerung

Also Schuhe aus, Socken aus, Hose hochgekrempelt und los! Markus hat es gut geschafft, Marvin auch, ich stand leider bis Mitte meiner Oberschenkel im Wasser und soweit hochgekrempelt war meine Hose leider nicht... Tja die Hose war aufs Neue nass, aber es regnete ja eh. Ich hätte froh um den Regen sein sollen, denn was danach alles vom Himmel kam war extrem. Es schüttete aus Eimern, wir waren innerhalb von Sekunden patschnass, und die schlechte Nachricht : bis zum Camp noch 30 Minuten am Fluss entlang. In diesen 30 Minuten bin ich nur noch gelaufen, ohne groß nachzudenken, ich konnte mich noch nicht mal mehr an den Weg erinnern, ich habe nur noch funktioniert.


Aber auch das hatte ein Ende, wir waren im Camp, es gab gutes Essen, wie spielten Karten und wir fielen hundemüde ins Bett (mit dem Bett hatten wir Glück, denn einige mussten auf Grund von Platzmangel auch in Hängematten schlafen..).