Wir sind gestern wieder von unserem Trekking zurück gekommen. Völlig ausgelaugt, voller Mückenstiche und leider teilweise auch nicht ganz gesund, aber alles der Reihe nach...
Tag 1:
Am ersten Tag wurden wir um halb neun am Hostel abgeholt und es ging zu der Agentur, die uns in die Sierra Nevada und die Ciudad Perdida begleiten sollte. Dort angekommen stellten wir fest, dass noch richtig viele andere die Tour machen wollten, da die Ciudad Perdida im September für einen Monat schließt und alle noch den letzten Termin nutzen wollten. Die Stätte schließt für einen Monat, damit die indigene Bevölkerung ihre Opferrituale ausführen kann.
Als alle Gruppen eingeteilt waren ging es mit Jeeps los in den Park. Nach zwei Stunden Fahrt erreichten wir den Startpunkt des Trekkings: El Mamey. Dort stärkten wir uns mit einem deftigen Mittagessen und los ging die Tour. Erstmal nur bergauf, wenig Schatten, viel Sonne und noch mehr Gewächshaus-Feeling. Auf halber Strecke nach oben, konnten wir uns mit einem frisch gepressten O-Saft stärken. Wir waren ziemlich glücklich als wir endlich oben am Gipfel standen und die wunderschöne Aussicht genießen konnten. Aber wir mussen schnell weiter, denn der Himmel zog zu und für gewöhnlich regnet es am Nachmittag immer. Tja, und das tat es dann auch... Und wie! Der vormals angenehme Weg aus Lehm und Sand verwandelte sich in einen glitschigen Fluss und den mussten wir irgendwie runter kommen. Manche haben es gut geschafft, manche sind leider mehr auf dem Hosenboden gerutscht, denn gelaufen. Wir sind alle angekommen, aber bis auf die Unterhose nass.
Im Camp haben wir dann erstmal die Duschen aufgesucht (die waren leider ziemlich kalt) und uns frische Sachen angezogen. Bald gab es essen, wir spielten noch ein bisschen Karten mit Roman (einem Berliner, der mit in unserer Gruppe war) und um neun Uhr ging das Licht aus, zwecks Strom sparen. Also ab in die Heia (die bestand aus mit Moskitonetzen geschützten Hochbetten, die in einer langen Reihe aufgestellt waren).
Samstag, 1. September 2018
Dienstag, 28. August 2018
Kurzes Statusupdate
Hallo zusammen, wir sind inzwischen an der Küste in Santa Marta und befinden uns gerade auf dem Sprung zu einer Trekkingtour in die Sierra Nevada zur Ciudad perdida.
Lange Rede kurzer Sinn, ich melde mich in vier Tagen wieder!
Lange Rede kurzer Sinn, ich melde mich in vier Tagen wieder!
Montag, 27. August 2018
Botanischer Garten und die Comuna 13
Heute hatten wir wieder einiges auf dem Plan. Nach dem Frühstück ging es los in den Botanischen Garten von Medellín. Markus hatte gelesen, dass der super schön sein soll, keinen Eintritt kostet und es sich wirklich lohnt dort vorbei zu schauen.
Also ab in die Metro und los geht's. An der Station Universidad sind wir ausgestiegen und dank meiner Navigationskünste erstmal zehn Minuten in die falsche Richtung gelaufen. Naja egal, wir hatten dann den richtigen Weg gefunden und standen dann vor dem Eingang.
Auf dem Plan hörte sich alles super gut an, Orchideen-Haus, Schildkrötensee und Schmetterlings-Garten. Wir sind einfach mal der Nase nach und ja was soll ich sagen, wir waren ziemlich enttäuscht. Klar, am See gab es ein paar Schildkröten, auch Leguane haben wir zwei gesehen. Das Orchideen-Haus war architektonisch auf jeden Fall interessant, aber die Orchideen waren einfach in ihren Töpfen ein bisschen angeordnet und das wars auch schon.
Der ganze Park hätte sehr schön sein können allerdings bräuchte der mal wieder richtig Pflege. Nach der Besichtigung sind wir wieder in die Metro gesprungen und nach San Javier gefahren.
Dort sollte die nächste Free Walking Tour losgehen. Wir haben uns noch mit Empanadas und Papas gestärkt und dann ging es los. Wir haben ein bisschen was über das Viertel gelernt. Die Comuna 13 wurde in den 60er Jahren erbaut und galt lange als Problemviertel, da sich linke Guérillas und rechte Paramilitärs bekriegt haben. Zwischen 1998 und 2002 gab es ganz viele Militäraktionen durchgeführt, um die Kontrolle wieder zu erlangen. Dabei gab es unzählige Tote und Verletzte. Mit der letzten Militäraktion am 16 Oktober 2002 konnte die Kontrolle zurück erlangt werden. Der kolumbianische Staat hat daraufhin viel Geld in den Ausbau des Viertels gesteckt. Inzwischen gibt es für alle Haushalte Elektrizität und fließend Wasser. Es wurden Bibliotheken mit kostenlosem Internet gebaut und ... Eine Rolltreppe die durch einen Großteil des Viertels durchzieht.
Nach der Tour ging es noch kurz zum Einkaufen, dann ins Hostel, duschen und nun kochen wir. Ich pflege meine Mückenstiche derweil, da heute Nacht eine oder mehrere Mücken sich an meinem Körper ausgetobt haben und mir als Geschenk ungefähr 30 Stiche hinterlassen haben ...
Einchecken müssen wir noch und unsere Koffer packen. Denn morgen geht es für uns an die Küste nach Santa Marta.
Also ab in die Metro und los geht's. An der Station Universidad sind wir ausgestiegen und dank meiner Navigationskünste erstmal zehn Minuten in die falsche Richtung gelaufen. Naja egal, wir hatten dann den richtigen Weg gefunden und standen dann vor dem Eingang.
Auf dem Plan hörte sich alles super gut an, Orchideen-Haus, Schildkrötensee und Schmetterlings-Garten. Wir sind einfach mal der Nase nach und ja was soll ich sagen, wir waren ziemlich enttäuscht. Klar, am See gab es ein paar Schildkröten, auch Leguane haben wir zwei gesehen. Das Orchideen-Haus war architektonisch auf jeden Fall interessant, aber die Orchideen waren einfach in ihren Töpfen ein bisschen angeordnet und das wars auch schon.
Der ganze Park hätte sehr schön sein können allerdings bräuchte der mal wieder richtig Pflege. Nach der Besichtigung sind wir wieder in die Metro gesprungen und nach San Javier gefahren.
Dort sollte die nächste Free Walking Tour losgehen. Wir haben uns noch mit Empanadas und Papas gestärkt und dann ging es los. Wir haben ein bisschen was über das Viertel gelernt. Die Comuna 13 wurde in den 60er Jahren erbaut und galt lange als Problemviertel, da sich linke Guérillas und rechte Paramilitärs bekriegt haben. Zwischen 1998 und 2002 gab es ganz viele Militäraktionen durchgeführt, um die Kontrolle wieder zu erlangen. Dabei gab es unzählige Tote und Verletzte. Mit der letzten Militäraktion am 16 Oktober 2002 konnte die Kontrolle zurück erlangt werden. Der kolumbianische Staat hat daraufhin viel Geld in den Ausbau des Viertels gesteckt. Inzwischen gibt es für alle Haushalte Elektrizität und fließend Wasser. Es wurden Bibliotheken mit kostenlosem Internet gebaut und ... Eine Rolltreppe die durch einen Großteil des Viertels durchzieht.
Nach der Tour ging es noch kurz zum Einkaufen, dann ins Hostel, duschen und nun kochen wir. Ich pflege meine Mückenstiche derweil, da heute Nacht eine oder mehrere Mücken sich an meinem Körper ausgetobt haben und mir als Geschenk ungefähr 30 Stiche hinterlassen haben ...
Einchecken müssen wir noch und unsere Koffer packen. Denn morgen geht es für uns an die Küste nach Santa Marta.
Sonntag, 26. August 2018
Guatapé
Heute ging es nach Guatapé, ein verschlafenes Örtchen etwa zwei Stunden außerhalb von Medellín.
Mit Franzi aus unserem Hostel haben wir uns auf den Weg zum Terminal del Norte gemacht, um uns dort mit Bekannten aus Salento zu treffen. Julie und Kévin saßen mit uns zusammen im Bus von Bogotá nach Armenia. Die beiden haben wir dann auch in Salento wieder getroffen. Wir haben unsere Bustickets gekauft und dann ging es auch schon los.
Wie immer fuhr der Busfahrer ziemlich schnell und knapp, aber wir sind gut am sogenannten "La piedra" angekommen. Das ist ein riesiger Felsen der in der Nähe von Guatapé steht und den man über 659 Stufen erklimmen und dort eine wunderschöne Aussicht genießen kann. Nach den obligatorischen Bildern und dem Genuss der Aussicht auf die Wälder und Seen, gab es für uns noch eine kühle Erfrischung in Form von Cola, Mangos oder Ananasstückchen.
Wieder herunten habe wir uns zwei kleine Tuctucs geteilt und sind nach Guatapé gefahren. Dort haben wir das kleine Städtchen besucht und zu Mittag gegessen.
Die Häuser dort sind wunderschön und jedes ist in einzigartigen bunten Farben und Mustern angemalt. Nach unserem Mittagessen haben wir uns etwas an den See gesetzt und uns noch einen Cocktail gegönnt. Und so schnell war der Tag auch schon vorbei und wir mussten zu unserem Bus und ab ging die Fahrt zurück nach Medellín.
Jetzt sind wir im Hostel sind frisch geduscht und werden noch ein bisschen Karten spielen..
Mit Franzi aus unserem Hostel haben wir uns auf den Weg zum Terminal del Norte gemacht, um uns dort mit Bekannten aus Salento zu treffen. Julie und Kévin saßen mit uns zusammen im Bus von Bogotá nach Armenia. Die beiden haben wir dann auch in Salento wieder getroffen. Wir haben unsere Bustickets gekauft und dann ging es auch schon los.
Wie immer fuhr der Busfahrer ziemlich schnell und knapp, aber wir sind gut am sogenannten "La piedra" angekommen. Das ist ein riesiger Felsen der in der Nähe von Guatapé steht und den man über 659 Stufen erklimmen und dort eine wunderschöne Aussicht genießen kann. Nach den obligatorischen Bildern und dem Genuss der Aussicht auf die Wälder und Seen, gab es für uns noch eine kühle Erfrischung in Form von Cola, Mangos oder Ananasstückchen.
Wieder herunten habe wir uns zwei kleine Tuctucs geteilt und sind nach Guatapé gefahren. Dort haben wir das kleine Städtchen besucht und zu Mittag gegessen.
Die Häuser dort sind wunderschön und jedes ist in einzigartigen bunten Farben und Mustern angemalt. Nach unserem Mittagessen haben wir uns etwas an den See gesetzt und uns noch einen Cocktail gegönnt. Und so schnell war der Tag auch schon vorbei und wir mussten zu unserem Bus und ab ging die Fahrt zurück nach Medellín.
Jetzt sind wir im Hostel sind frisch geduscht und werden noch ein bisschen Karten spielen..
Die Stadt des ewigen Frühlings - Medellín
Einen Tag haben wir jetzt übersprungen wegen fehlenden Neuigkeiten. Gestern haben wir nämlich fast den ganzen Tag nur gechillt, haben die Aussicht in Salento genossen und Karten gespielt. Dafür ging es nach dem Abendessen, einem leckeren Burger, wieder auf nach Armenia. Erst wieder mit einem klapprigen Collectivo (ein Minibus) und dann mit einem Schlafbus in die Stadt des ewigen Frühlings : nach Medellín.
Aber vorher standen uns noch sieben Stunden einer holprigen und kurvenreichen Fahrt bevor.
Nach dem einchecken im Hostel und einer Katzenwäsche ging es dann auch gleich los zur Free Walking Tour.
Also sind wir in die Metro gesprungen (übrigens die einzige, die es in Kolumbien gibt) und zum verabredeten Treffpunkt gefahren. Mit einer bunt gemischten Truppe ging es dann auch los durch die Stadt.
In über 3 1/2 Stunden haben wir nicht nur viel über die Geschichte Kolumbiens, sondern auch über die Geschichte Medellíns viel erfahren. Die Geschichte des Landes ist wirklich sehr komplex und gespickt mit vielen schlimmen Ereignissen und trotzdem schafft es Kolumbien immer wieder das beste draus zu machen.
Auch Medellín selbst, hat sich in den letzten 20 Jahren von einer Stadt mit der höchsten Mordrate auf 100.000 Einwohner, zu einer sicheren Stadt gemausert.
Die Menschen, die uns auf der Free Walking Tour begegnet sind, waren alle super neugierig. Wir wurden Sachen gefragt und alle haben uns willkommen geheißen.
Interessant ist auch die Geschichte zu den beiden Vogelskulpturen, die man auf den Bildern sehen kann. Eigentlich gab es von dem Vogel nur eine Skulptur. Sie stammt von dem kolumbianischen Künstler Botero. Von ihm sind auch die anderen Skulpturen auf den Bildern. Auf jeden Fall stand die Skulptur an einem Platz in Medellín, wo oft Festivals mit Musik gefeiert wurden. An einem Festival hat eine Person dort einen Rucksack mit einer Bombe abgestellt, die dort explodiert ist und 11 Menschen in den Tod gerissen hat. Damals haben sowohl die linken Rebellen als auch die Rechten das Attentat für sich beansprucht. Der damalige Bürgermeister wollte nach dem Attentat die zerstörte Skulptur weg schaffen, doch Botero konnte dies verhindern in dem er eine neue Skulptur erstellte und zu zur Verfügung stellte. Die Schwester des Vogels. Sie stehen jetzt an dem selben Platz als Mahnmal an das Attentat.
Nach der Free Walking Tour haben wir uns dann noch ein kühles Bier gegönnt und sind dann ziemlich müde ins Hostel zurück. Nach einer Dusche haben wir uns dort in den Garten gesetzt, uns nett unterhalten und Karten gespielt.
Und hier noch ein paar Bilder von der Tour.
Aber vorher standen uns noch sieben Stunden einer holprigen und kurvenreichen Fahrt bevor.
Nach dem einchecken im Hostel und einer Katzenwäsche ging es dann auch gleich los zur Free Walking Tour.
Also sind wir in die Metro gesprungen (übrigens die einzige, die es in Kolumbien gibt) und zum verabredeten Treffpunkt gefahren. Mit einer bunt gemischten Truppe ging es dann auch los durch die Stadt.
In über 3 1/2 Stunden haben wir nicht nur viel über die Geschichte Kolumbiens, sondern auch über die Geschichte Medellíns viel erfahren. Die Geschichte des Landes ist wirklich sehr komplex und gespickt mit vielen schlimmen Ereignissen und trotzdem schafft es Kolumbien immer wieder das beste draus zu machen.
Auch Medellín selbst, hat sich in den letzten 20 Jahren von einer Stadt mit der höchsten Mordrate auf 100.000 Einwohner, zu einer sicheren Stadt gemausert.
Die Menschen, die uns auf der Free Walking Tour begegnet sind, waren alle super neugierig. Wir wurden Sachen gefragt und alle haben uns willkommen geheißen.
Interessant ist auch die Geschichte zu den beiden Vogelskulpturen, die man auf den Bildern sehen kann. Eigentlich gab es von dem Vogel nur eine Skulptur. Sie stammt von dem kolumbianischen Künstler Botero. Von ihm sind auch die anderen Skulpturen auf den Bildern. Auf jeden Fall stand die Skulptur an einem Platz in Medellín, wo oft Festivals mit Musik gefeiert wurden. An einem Festival hat eine Person dort einen Rucksack mit einer Bombe abgestellt, die dort explodiert ist und 11 Menschen in den Tod gerissen hat. Damals haben sowohl die linken Rebellen als auch die Rechten das Attentat für sich beansprucht. Der damalige Bürgermeister wollte nach dem Attentat die zerstörte Skulptur weg schaffen, doch Botero konnte dies verhindern in dem er eine neue Skulptur erstellte und zu zur Verfügung stellte. Die Schwester des Vogels. Sie stehen jetzt an dem selben Platz als Mahnmal an das Attentat.
Nach der Free Walking Tour haben wir uns dann noch ein kühles Bier gegönnt und sind dann ziemlich müde ins Hostel zurück. Nach einer Dusche haben wir uns dort in den Garten gesetzt, uns nett unterhalten und Karten gespielt.
Und hier noch ein paar Bilder von der Tour.
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